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Modernisierung des Bahnhofs Finnentrop beginnt

17.07.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Im Rahmen der Modernisierungsoffensive für Bahnhöfe investiert das Land Nordrhein-Westfalen über eine Million Euro in den Bahnhof Finnentrop. Im ersten Bauabschnitt wird der Hausbahnsteig auf 76 Zentimeter erhöht und mit einem Blindenstreifen versehen, sodass Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Moblität ohne fremde Hilfe in die Züge einsteigen können.

Auch Bürgermeister Dietmar Heß (CDU) ist zufrieden: „Mit dieser Maßnahme werden hier wichtige Impulse gesetzt und gleichzeitig gemeinsam mit unseren Partnern ein attraktiver Bahnhof für alle Reisenden geschaffen.“

Der Hausbahnsteig soll zum Kombisteig umgebaut werden: Busse sollen direkt gegenüber der Züge halten, um einen barrierefreien Umstieg zu ermöglichen. Heß: „Es ist gelungen, eine gemeinsame Planung für Bahn und Bus nicht nur zu konzipieren, sondern jetzt auch ausführungsreif vorzubereiten.“

Finnentrop gehört zum Kreis Olpe und liegt an der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Hagen und Siegen. Hier zweigt die Biggetalbahn nach Olpe ab, auf der Touristen direkt an die Talsperre der Bigge fahren können.

2 Responses

  1. Wird die ursprüngliche Bahnsteigslänge beibehalten?
    Man könnte dann evtl. wieder Fernverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke einsetzen, z.B. den EC112/113 bis ins Ruhrgebiet verlängern.


  2. Stefan Hennigfeld
    17.07.10 um 18:53

    Eine Verlängerung des EuroCity nach Hagen oder gar ins Ruhrgebiet ist unrealistisch. Schon heute ist der verkehrliche Nutzen des Klagenfurter Fernzuges in Siegen eher gering. Es geht um etwas anderes: Wetzlar, Herborn (Dillkreis), Dillenburg, Haiger und Siegen sind jetzt Fernzughalte und kosten somit entsprechend mehr Stationsgebühren. Bezahlt auch von den Regionalzügen. Zwischen Stuttgart und Tübingen kostet ein Tagesrandlagen-InterCity die Aufgabenträger nun 400.000 Euro im Jahr mehr.

    So etwas wäre natürlich auch für die Ruhr-Sieg-Strecke denkbar, auch ein Tagesrandlagen-Fernzug von Köln nach Siegen könnte aus dieser Warte interessant werden. Die zentrale Problemstellung ist dabei aber eine andere. Das ist das, was im DB-Jargon „vermehrtes Abschöpfen von Monopolgewinnen“ genannt wird.

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