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Loveparade mit Toten und Verletzen

24.07.10 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Auf der Loveparade in Duisburg starben mindestens 15 Menschen, anderen Angaben zufolge sind es 25 Tote. Außerdem gab es Medienberichten zufolge über hundert bis mehrere hundert zum Teil schwer verletzte Besucher. Gegen 17 Uhr brach im Zugangstunnel zu dem bereits wegen Überfüllung geschlossenen Gelände eine Massenpanik aus, weil die Besucher sich nicht mehr bewegen konnten.

Der Krisenstab der Stadt Duisburg hatte sich zunächst gegen einen Abbruch der Veranstaltung entschieden, weil man den Ausbruch einer weiteren Panik befürchtete. Noch vor dem Ende des Anreiseverkehrs wollten die ersten Besucher schon wieder abreisen. Veranstaltungsgelände ist der ehemalige Güterbahnhof Duisburg, der nur durch einen Zugangstunnel erreicht werden kann. Zu wenig für über eine Million Besucher.

Daraufhin wurden die Notausgänge geöffnet und die Besucher konnten über die gesperrte A 59 flüchten. Auch die Lage am Duisburger Hauptbahnhof spitzte sich zu, zeitweise waren die Bahnstrecken sowohl Richtung Norden als auch Richtung Süden gesperrt. Den ganzen Tag wurde der Fernverkehr weiträumig umgeleitet und Regionalzüge fuhren nach einem Sonderfahrplan. Viele Besucher wurden zudem mit Bussen weggebracht, die durch den VRR für Notfälle im Vorfeld bereitgestellt worden sind.

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