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NWL spricht sich gegen eine Landesnahverkehrgesellschaft aus

30.06.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Wie auch der Nahverkehr Rheinland (NVR) spricht sich jetzt der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) gegen eine Gründung einer Landesnahverkehrsgesellschaft aus. Dabei wird nochmal betont, dass sich das Modell der Zweckverbände auf kommunaler Ebene bewährt hat und in den letzten 15 Jahren zu großen Erfolgen geführt hat.

Der Verbandsvorsteher des NWL hebt hervor, dass es wichtig sei die Entscheidungen zum SPNV mit der Bodenhaftung und der regionalen Verbundenheit zu treffen, wie es bei den heutigen regionalen Strukturen vorhanden ist. Weiter wird befürchtet, dass eine Landesnahverkersgesellschaft zur Überbürokratisierung führt. Außerdem ist im Wettbewerb viel mehr die Kompetenz und Erfahrung wichtig als die Größe des Aufgabenträgers. Auch in anderen Flächenländern hat die kommunale Aufgabenträgerschaft großen Erfolg. In Rheinland-Pfalz agieren beispielsweise der SPNV Nord und der ZSPNV Süd, diese sind bundesweit in der Fachwelt für ihre Erfolge im SPNV bekannt, den sie unter dem Namen „Rheinland-Pfalz-Takt“ vermarkten.

Statt der Einführung einer Landesnahverkehrsgesellschaft, fordert der NWL eine höhere finanzielle Zuwendung, um den Nahverkehr in Westfalen noch attraktiver zu gestalten und mit einem dichteren Angebot noch mehr Fahrgäste zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen. Deshalb sollte man auch nicht die bereitstehenden Mittel für Umstrukturierungsmaßnahmen einsetzen, sondern zum Vorteil für die Nutzer. Der NWL wünscht sich eher eine engere Zusammenarbeit mit dem Land NRW.

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