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Neue Fahrscheinautomaten für Essen und Mülheim

08.06.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Stadtbahn EssenDie Verkehrsbetriebe in Essen und Mülheim (Ruhr) werden von November 2010 an sukzessive 115 neue Fahrscheinverkaufsautomaten an ihren Stadtbahnstationen aufstellen lassen. Die Firma ICA Traffic konnte sich den Auftrag nach einer EU-weiten Ausschreibung sichern.

Die neuen Automaten werden mit Touchscreen funktionieren und benötigen daher keine gesonderten Tasten mehr. Sie akzeptieren Münzen und Scheine sowie EC-Karten zum bargeldlosen Zahlungsverkehr. Durch ein Vier-Ecken-Menue werden auch Menschen mit verminderter Sehkraft ohne fremde Hilfe die gängigsten Fahrscheine erwerben können.

Die Möglichkeit, mit (angemessenen) Geldscheinen zu bezahlen, ist dabei von besonderer Wichtigkeit. Die Düsseldorfer Rheinbahn, ebenfalls Mitglied im VRR, hat da schlechte Erfahrungen gemacht: Viele der Automaten in der Landeshauptstadt nehmen ausschließlich Hartgeld an. Als ein Fahrgast vor einigen Jahren mit einem Fünf-Euro-Schein bezahlen wollte, konnte er das nicht. Er wurde von Kontrolleuren ohne gültigen Fahrausweis angetroffen und sollte 40 Euro erhöhtes Beförderungsentgelt bezahlen. Der Mann weigerte sich und die Rheinbahn verlor den Prozeß erst vor dem Amts- und in zweiter Instanz auch vor dem Landgericht.

Solche Probleme soll es in Mülheim und Essen nicht geben. Niemand muß heutzutage noch sein Fahrgeld abgezählt bereithalten, wie das bei der Deutschen Bundesbahn einst üblich war. Essen und Mülheim betreiben gemeinsam die U18, neben der Wuppertaler Schwebebahn die einzige Nicht-EBO-Linie im VRR, die vollständig vom Autoverkehr getrennt fährt. Größtenteils nutzt sie dazu den Mittelstreifen der A40.

Bild: Stefan Baguette. Lizenz: CC-by-SA 2.5

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