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Hamburger Hochbahn mit Rekordjahr 2009

29.06.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

U-Bahn vor dem Hafen2009 war für die Hamburger Hochbahn in mehrlei Hinsicht ein neues Rekordjahr: Zirka 401,6 Millionen Fahrgastfahrten, so viele wie noch nie, nur 58,4 Millionen Euro Defizit, was einem verbesserten Kostendeckungsgrad von 88,1% entspricht – und das trotz Leistungsausweitung.

Vorstandsvorsitzender Günter Elste ist sichtlich zufrieden: „Wir schaffen es seit Jahren immer mehr Fahrgäste zu überzeugen, zu uns zu kommen und das Auto stehen zu lassen. Und es gelingt uns,unsere Kunden dauerhaft an uns zu binden.“ „Allein in den letzten fünf Jahren stiegen die Fahrgast-zahlen um etwa zehn Prozent. Dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt der anderen deutschen Großstädte.“

Mit ihrem hohen Kostendeckungsgrad ist die Hochbahn im nationalen Vergleich überdurchschnittlich; seit 1999 ist der Fehlbetrag um 36% gesenkt worden. Während in anderen Metropolregionen Leistungskürzungen, „Fahrgastverdichtungen“ und die ÖPNV-Wahrnehmung als reiner Kostenfaktor die Regel sind, sieht es am Tor zur Welt wesentlich besser aus.

Überall dort, wo man nicht versucht, den Fehlbetrag durch „Sparen“ zu senken, kann man Erfolg haben. So auch an der Waterkant: Parallel zur Senkung des Fehlbetrags stiegen die Verkehrsleistungen um 8,5%. Der Nachtverkehr am Wochenende, der Fünfminutentakt in den Abendstunden und die zusätzlichen Verstärkerleistungen zu Stoßzeiten haben den ÖPNV nicht teurer, sondern wirtschaftlicher gemacht.

Aber auch außerhalb wächst das Unternehmen: Die Tochtergesellschaft Benex ist national sehr erfolgreich. 2010 wird man sich mit der Marke Agilis auf die Betriebsaufnahmen in Regensburg und Oberfranken vorbereiten, einige Jahre später kommen die RE-Leistungen auf der Berliner Stadtbahn im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg mit der ODEG.

Bild: Hamburger Hochbahn

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