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Erfurter Bahn gewinnt Ostthüringer Dieselnetz

22.06.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Bei dem von der NVS ausgeschriebenen Netz konnte sich die Erfurter Bahn mit ihrem Angebot durchsetzen. Damit verliert der bisherige Betreiber DB Regio Südost 4,9 Mio. Zugkilometer im Jahr. Die Betriebsaufnahme ist im Juni 2012, der Vertrag hat eine Laufzeit bis Dezember 2024. Zum Einsatz kommen sollen auch wie auf den anderen Strecken, die die Tochter der Stadt Erfurt betreibt, Triebwagen vom Typ RegioShuttle. Diese sollen allerdings enger bestuhlt sein und nur zwei Fahrradstellplätze bieten. Die Deutsche Bahn hat, wie üblich, Einspruch bei der Vergabekammer Weimar eingelegt.

Zu dem Ostthüringer Dieselnetz gehören die Linien:

  • Gera – Weida – Zeulenroda
  • Leipzig – Zeitz – Gera
  • Gera – Weida – Triptis – Saalfeld
  • Saalfeld – Hockeroda – Bad Lobenstein – Blankenstein
  • Jena Saalbf. – Göschwitz – Orlamünde – Pößneck unt. Bf.
  • Erfurt Hbf – Arnstadt – Rottenbach – Saalfeld
  • Erfurt – Weimar – Göschwitz – Gera
  • Weimar – Kranichfeld
  • Erfurt – Weimar – Apolda

11 Responses

  1. Ich glaube kaum, dass die Erfurter Bahn für das Dieselnetz Ostthüringen an den RS1 festhalten kann.

    Vielleicht gesellen sich ja schon bald weitere „Initino“ hinzu?

    Sonnst kann es eng werden auf manchen Strecken. (wie z. B. Gera-Leipzig)

  2. Die Regio-Shuttle kann man auch in Doppel- oder Dreifachtraktion einsetzen wie es zum Beispiel regelmäßig auf der Linie Erfurt – Ilmenau praktiziert wird.

  3. alles – mit 1500 dübel brutto personal – kein wunder :-((


  4. Geplagter Fahrgast
    14.08.10 um 13:44

    Ist doch gut, wenn die Löhne gesenkt werden. Spart die Allgemeinheit Geld.

  5. Ein rabenschwarzer Tag was den Zugverkehr im Freistadt angeht.
    Wenn auf den obigen Strecken statt bequemer 641/642/612 nun auch die durch unangenehm Geruch, brettharte Sitze und nun noch enger (dabei sind sie schon grauenvoll eng) bestuhlte RS1 zum Einsatz kommen werden wohl auf vielen Strecken die Fahrgäste wegbleiben.

  6. Dafuer sind die 650 deutlich weniger ausfallgeplagt als die genannten fahrbaren Elektronikspielsaetze – „Achtung Bedienhinweis: Nicht fuer Aussengebrauch geeignet! Nicht dem Wasser aussetzen! Nicht bei Temperaturen unter 15 und ueber 25 Grad einsetzen!“

    Und ob es eng wird – haengt davon ab, wie viele Tw in Einsatz kommen. Ein RS alle 20 Minuten packt mehr als ein Desastro alle 60 Minuten, oder eine Dreiertraktion RS packt mehr als ein Desastro. Dazu kommt, RS sind mW sprintstaerker als alle anderen VT; d.h., kuerzere Fahrzeiten insbesondere auf Streckenabschnitten mit vielen Tempowechseln und/oder Halten.


  7. Stefan Hennigfeld
    18.08.10 um 21:58

    Mit vielen Ausschreibungen sind schon Kapazitätssenkungen einhergegangen. Was viele nicht verstehen (wollen) ist daß auch die DB immer nur das fährt, was die Aufgabenträger verlangen.

  8. Wenn auf den obigen Strecken statt bequemer 641/642

    Das halte ich für ein Gerücht, gerade das Model „TREND R“ vom Hersteller Kiel-Sitze, wie es in den beiden Baureihen vorkommt, wird von vielen Reisenden als zu hart und nicht langstrecken tauglich empfunden.

    612

    Kommt auf den Linien, die die Erfurter Bahn übernimmt, nicht zum Einsatz.

    nun auch die durch unangenehm Geruch, brettharte Sitze und nun noch enger (dabei sind sie schon grauenvoll eng) bestuhlte RS1 zum Einsatz kommen werden wohl auf vielen Strecken die Fahrgäste wegbleiben.

    Über die Ausstattung der Fahrzeuge wurde noch nichts bekannt gegeben.


  9. Sandra Steiner
    24.02.11 um 21:44

    Auf der Strecke Erfurt-Weimar-Göschwitz-Gera mit 2 Fahrradstellplätzen pro Waggon – Das wird nicht gehen!! Selbst bei diesen winterlichen Temperaturen reicht das schon nicht aus. Die Fahrradpendler werden dann wohl doch bei den überregionalen Zügen der DB auf dieser Strecke bleiben…

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