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Wettbewerb auf der Schiene weiterhin unfair

27.05.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Zu dem Schluss, dass der Wettbewerb auf der Schiene weiterhin unfair ist, kommt das Netzwerk Privatbahnen. Ohne Auflösung des integrierten Konzerns ist in Deutschland kein fairer Wettbewerb möglich, weil die Transportsparte immer wieder Einfluß auf das Netz nehmen wird. So gewährt DB Energie Großkunden Rabatte von 5%. Zur Zeit gibt es aber nur einen Großkunden, dem dieser Rabatt gewährt wird, die Transportsparte der DB. Da aber die Energiekosten 15% der Gesamtkosten im Güterverkehr ausmachen, entsteht hierdurch eine klare Wettbewerbsverzerrung.

Hinzu kommt, dass die Netzsparte der DB immer höhere Gewinne erzielt, im letzten Jahr waren es 880 Mio. €. Damit hat das Netz mehr Gewinn erzielt als die Transportsparte. Diese Mittel stammen aus den Stations- und Trassengebühren, die auch private Anbieter für die Nutzung der DB-Gleise zahlen müssen. Mit diesen Geldern geht die DB dann im Ausland auf Einkaufstour und verleibt sich Unternehmen wie zum Beispiel ARRIVA ein.

Die Deutsche Bahn hat die aus Steuergeldern finanzierten Fahrzeuge der Bundesbahn mit der Bahnreform quasi geschenkt bekommen. So kann sie Verkehre mit abgeschriebenen Fahrzeugen betreiben. Private Anbieter hingegen müssen meist auf neuwertige Leasingfahrzeuge mit den entsprechenden Gebühren zurückgreifen.

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