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Die Eifel bekommt ein neues Verkehrskonzept

25.05.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Aus den Ausführungen des Rheinland-Pfalz-Takt 2015 und den Informationen die mit der Ankündigung der Ausschreibung des Kölner Diesenetzes bekannt wurden, kann man schließen das sich das Verkehrskonzept zwischen Rhein und Mosel grundlegend ändern wird. So ist von einer stündlichen RB 12 Trier – Köln die Rede, die zwischen Trier und Köln alle Halte bedient.

Diese wird kaum anders als die heutige RE22/RB83 sein. Der Aufenthalt in Gerolstein soll entfallen, um den zukünftigen 30er Knoten in Trier herzustellen und laut VRS sollen nach der Ausschreibung alle Halte zwischen Euskirchen und Köln halbstündlich bedient werden, was nur möglich ist, wenn man diese RB 12 mit einbindet. Neben diesen Grundangebot ist nur noch von 2-4 Sprinterzugpaaren die Rede, die dem heutigen RE 12 Köln – Trier ensprechen dürfte. Das heißt die KBS 474 wird ihre Bedeutung für den durchgehenden Verkehr noch weiter verlieren.

Stattdessen sollen die Fahrgäste stündlich über Koblenz nach Trier und weiter kommen. Diese Verbindung wird durch mehrere Faktoren noch attraktiver als heute, so bekommt Koblenz einen Vollknoten. Dies wird dadurch realisiert, dass RE8 und RB27 südlich von Neuwied ihre Laufwege tauschen. Der RE 8 kommt durch den direkten Fahrweg zwischen Neuwied und Koblenz kurz vor dem Vollknoten an, zusätzlich wird noch ein Umlauf eingespart.

Die nächste Verbesserung wird es beim zukünftigen RE 1 Mannheim – Kasierslautern – Saarbrücken – Trier – Koblenz geben, dieser wird ab Dezember 2014 nach der Vergabe stündlich mit Zugteil nach Luxemburg fahren. Außerdem bekommt er eine neue Fahrplantrasse die die Knoten in Trier und Koblenz bestens anbindet, da man auf den Fernverkehr keine Rücksicht mehr nimmt. Die IC-Linie Luxemburg – Emden gehört zu den möglichen Einstellungskandidaten.

Das heißt nachdem die KBS 474 (Trier-Köln) schon durch den Abzug der Neigetechniktriebzüge unattraktiv wurde, für Reisende die ihr Ziel südlich von Trier haben, wird sie jetzt auch noch für die Reisenden die nur nach Trier möchten unattraktiv. Die Konzeption des alten Rheinland-Pfalz-Taktes sah ein anderes Konzept vor. Hierbei gab es einen zweistündlichen RE 22 Köln – Trier – Saarbrücken der mit Neigetechnik gleichzeitig Vollknoten in Euskirchen, Trier und Saarbrücken möglich machen sollte. Allerdings wurde dieser Plan durch die Unzuverlässigkeit der VT 611 nach wenigen Betriebsjahren wieder verworfen und aus dem RE 22 wurde der RE 12 der gleichzeitig den Abschnitt Trier – Saarbrücken an den RE 1 abgeben musste.

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